Escale à Sète - oder was schert mich mein Plan von gestern?

19.03.- 06.04.2026

Dieses Jahr gestaltet sich die Urlaubsplanung – vorsichtig formuliert – etwas schwierig. Wir haben einige Campertreffen und Events gebucht, ohne den Kalender wirklich im Blick zu haben, und uns damit fast alle Brücken- und Feiertage „verbaut“.

Für Pfingsten hatte ich dann schon eine schöne Route ausgearbeitet, doch genau zu diesem Zeitpunkt wurde im Office ein großes Event angesetzt – das später zwar wieder verschoben wurde, aber da war die Planung erst einmal dahin. Dazu kam, dass ich dieses Jahr irgendwie überhaupt keine große Lust auf Urlaubsplanung hatte. Und dann stand auch noch die Frage im Raum: Was machen wir eigentlich an Ostern? Da Ostern dieses Jahr recht früh liegt, fielen Ziele wie Elsass, Mosel & Co. eher raus. Also: Wohin?

Wie so oft half schließlich der Zufall weiter. Über Facebook wurde mir immer wieder dieser Event in Sète angezeigt. Klang eigentlich ganz gut – und die Gegend rund um Sète kennen wir bisher noch gar nicht. Damit hätten wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Und davor könnten wir noch ein paar Tage in der Camargue bleiben - schliesslich haben wir da auch noch eine kleine Rechnung offen. Das hört sich doch schon mal nach einem Plan an.

Blieb nur noch die Frage: die zwei Wochen vor oder nach Ostern? Wegen Monatsabschluss und eines bereits gebuchten Events direkt nach dem Osterwochenende fiel die Entscheidung dann ziemlich schnell auf die zwei Wochen vor Ostern.

Somit hatten wir ja wenigstens schon mal den Reisezeitraum. Doch dann ging irgendwie gar nichts mehr. Direkt in Sète gibt es keinen Campingplatz. In Frontignan und Marseillan Plage gibt es aber jede Menge schöne Campingplätze - alle direkt am Strand. Sieht doch gut aus, oder? Aber: Die machen alle erst im April auf. Mist. In Balaruc-les-Bains gibt es jedoch einen Platz, der eigentlich ganz schön an der Promenade liegt und über einen Radweg kommt man innerhalb von 30 Minuten nach Sète. Den also erst einmal angeschrieben - irgendwann kam dann auch eine Rückmeldung. Platz wäre frei, aber ich muss die Anfrage per Post schicken und einen Scheck dazulegen. Scheck? Hallo, das gibt es doch nicht mehr. Die Rückmeldung, dass es auch anders geht, habe ich übrigens erst 1 Woche vor unserer geplanten Abfahrt bekommen. No comment.

Also heisst es: Weitersuchen. Es gibt da noch einen Stellplatz in Balaruc-les-Bains, der hat aber nur 2 Duschen und die werden in den Kommentaren immer wieder als sehr schlecht bezeichnet. Für ein paar Tage stört uns das nicht. Aber wenn wir über 1 Woche stehen? Nicht gut. Also habe ich weiter gesucht und in Marseillan-Plage einen kleinen netten Campingplatz entdeckt, der auch schon geöffnet hat um diese Zeit. Wie wäre es, wenn wir splitten? Erst ein paar Tage Marseillan-Plage direkt am Strand und dann weiter nach Balaruc-les-Bains und von dort aus dann Sète erkunden - die Stadt hört sich immer interessanter an und hat auch jede Menge Radwege. Und so haben wir dann eine recht zügige Hinfahrt - mit Zwischenstopp vor Lyon - geplant, dann 4 Tage Marseillan-Plage, 1 Woche Balaruc-les-Bains und dann Rückfahrt über Lyon, Seurre und Seltz.

Doch manchmal kommt alles anders wie geplant..........

Donnerstag, 19.03.2026 - die Anreise I


Wir wollen dieses Mal zügig nach Südfrankreich durchfahren. Die Übernachtung vor Lyon war gesetzt. Donnerstag habe ich noch ganz normal gearbeitet und Hansi hat mich dann gegen 15 Uhr im Office abgeholt. In Oberboihingen haben wir dann den Camper in aller Ruhe umgeräumt und sind erst dann losgefahren. Damit wir keine weitere Übernachtung brauchen, müssen wir schon heute Strecke machen. Also fahren wir noch etwa 3 Stunden auf einen recht neuen Stellplatz von CampingCarPark nach Fessenheim, den wir vorab reserviert haben. Damit wir nicht durch Colmar durchmüssen, wählen wir eine Art "Schleichweg", der über eine ganz kleine Strasse über den Rhein und dann zum Stellplatz führt. Es ist dann auch schon dunkel, bis wir auf dem Platz ankommen. Der Stellplatz ist schön gelegen, genau richtig für eine Zwischenübernachtung.

Wir richten alles so weit her, essen eine Kleinigkeit und dann fallen wir auch schon hundemüde in unsere Betten.

Freitag, 20.03.2026 - Die Anreise II

Bis nach Lyon sind es jetzt noch 4 Stunden. Somit müssen wir nicht allzustark hetzen. Ich hole beim Supermarkt um die Ecke lecker Baguette und nach dem Frühstück gehen wir dort auch erst einmal einkaufen. Eigentlich brauchen wir nicht viel, aber der Urlaub beginnt halt erst dann, wenn wir die nötigsten Dinge in Frankreich eingekauft haben. Also Wurst, Käse, Naschzeug, Oliven Crémant, Wein,..... .

Somit ist es dann doch 11 Uhr bis wir endlich loskommen. Die Autobahn ist erstaunlich leer und so kommen wir ohne grosse Zwischenfälle gegen 16

Uhr auf dem Camping de Lyon an. Hier waren wir ja schon einmal, allerdings im Winter und es war schon dunkel als wir angekommen sind.

Wir haben ein schönes Plätzchen bekommen, holen Tisch und Stühle raus und dann geniessen wir erst einmal einen Apérol in der Sonne. Der Urlaub kann beginnen.

Hansi macht Bubu und ich schaue mir den Platz genauer an und bestelle Baguette für morgen früh. Der Platz ist parkähnlich angelegt und gefällt mir richtig gut. Und ja, wir müssen unbedingt mal einen Zwischenstopp einlegen, um Lyon anzuschauen.

Abends gibt es natürlich Vesper à la francaise und unsere Lieblingssendung "Let's Dance". Morgen nochmals Fahrtag, dann haben wir es geschafft.

Samstag, 21.03.2026 - die Anreise III


Auch wenn wir heute nur knapp 4 Stunden Fahrt vor uns haben, zieht sich die Fahrt. Wir trödeln am Morgen rum - Frühstück in der Sonne ist einfach zu verlockend - kommen ganz gut durch Lyon durch, doch die Autoroute du Sud zieht sich halt. Zum Schluss dann noch die fast 1stündige Fahrt von der Autobahn bis nach Sainte-Marie-de-la-mer.

Unterwegs fahren wir noch an dem Weingut vorbei, das den "Gris" anbietet, der so typisch ist für die Camargue. So, Wein haben wir jetzt genug.

Doch dann sind wir endlich da. An der Rezeption vom "Camping de la Brise" staut es sich mal wieder. Und dann sind wir endlich angekommen. Angekommen im Urlaub.

Der Platz ist mal wieder "naja" - vor dem Camper ist nicht viel Platz für Tisch und Stühle, doch ein Trost ist der Rasenplatz, daneben, der noch zu unserem Platz gehört.

Bereits um 15 Uhr sitzen wir draussen, geniessen die Sonne, den Apérol und den Urlaub.

Die Sonne scheint, doch es geht ein heftiger Wind. Ich mache noch eine kleine Strandrunde und erkunde die Umgebung.

Leider ist es zu kalt, um draussen zu sitzen. Trotzdem geniessen wir unseren 1. richtigen Urlaubstag im Camper. Es ist schön, wieder unterwegs zu sein.

Sonntag, 22.03.2026 - Camargue

Ich wache früh auf, gehe duschen und dann schnappe ich mir das Bike und fahre zum Supermarkt, um Baguette zu holen. Aber: Ich bin zu früh dran. Er macht Sonntags erst später auf. Also fahre ich noch etwas im Ort herum und finde um die Ecke eine Boulangerie - auch gut, dann hole ich halt hier Baguette

Es ist bewölkt, später ist auch Regen angekündigt - nicht schon wieder - und so wird es nichts, mit draussen frühstücken.

Wir trödeln rum, doch ich habe Hummeln im Hintern und mache dann einen ausgedehnten Spaziergang in die Etangs. Es ist matschig und man kommt auch dieses Mal nicht überall durch. Und ich habe Glück - ich komme recht nah an Flamingos ran. Wie geil ist das denn?

Ich habe Glück oder ein gutes Timing - Kaum bin ich am Camper fängt es zu schütten an und es gewittert auch noch am Abend.

Wir sind jetzt das 3. Mal in der Carmargue und jedes Mal windet und regnet es echt heftig. Wir scheinen hier kein Glück zu haben.

Wenigstens ist für die nächsten Tage Sonne vorhergesagt.

Montag, 23.03.2026 - Parc Ornithologique du Pont de Gau


Auch Wir schlafen aus, frühstücken in aller Ruhe und dann am mittag fahren wir mit den Bikes los zum Vogelpark, zum Parc Ornithologique du Pont de Gau. Da wollten wir schon die letzten beiden Male hin, haben es aber nie geschafft.


Der Vogelpark Pont de Gau ist der ideale Ort, um zahlreiche Vogelarten in ihrer natürlichen Umgebung zu entdecken, zu beobachten und zu fotografieren – darunter Hunderte von rosa Flamingos.

Teiche, Sümpfe, Wiesen, Wasserläufe, Schilfgebiete und Salzwiesen bilden dieses weitläufige Gelände von 60 Hektar, das ganz der Natur und den Vögeln der Camargue gewidmet ist.

Auf den Wegen des Parks, wo nur der Gesang der Vögel die Stille unterbricht, kannst du die Tiere aus nächster Nähe beobachten – oft so, als würden sie dich überhaupt nicht bemerken.


Die Sonne scheint, aber es windet doch recht heftig. Wir müssen an der Hauptstrasse entlang fahren, doch es gibt auf beiden Seiten einen breiten Radweg, so sind die etwa 5 Kilometer kein Problem. Es ist recht leer - bis auf ein paar Schulklassen - und man läuft um eine Lagune herum, in der es wirklich hunderte von Flamingos gibt. Doch nicht nur Flamingos sind hier zu sehen, sondern auch noch jede Menge andere Vögel. Es ist schön gemacht und es macht auch immer wieder Spass diese tollen Tiere zu beobachten.

Auf dem Rückweg fahren wir noch beim "Bullen" - ein Wahrzeichen der Carmargue und am Hafen vorbei.

Als wir zurückkommen, trauen wir unseren Augen nicht - da steht doch tatsächlich ein Camper auf unserem "Wiesenstückchen". Ist das dreist. Doch dieses Mal habe ich keine Lust auf den Streit mit der Rezeption und den Campern. Wir ignorieren sie die nächsten zwei Tage und sie uns auch.

Nach dem obligatorischen Apérol fangen wir dann zu kochen an. Wir packen uns warm ein und geniessen noch etwas den lauen, aber windigen Abend.

Aber: Trotz Wind und Antibrumm sind die Stechmücken hier mega aktiv und stechen alles, was ihnen in den Weg kommt. Wir geben nach und verziehen uns in den Camper.


Dienstag, 24.03.2026 - Route du sel

Auch heute scheint die Sonne und der Wind hat etwas nachgelassen. Wir waren lange unschlüssig, ob wir mit dem Bike nochmals zum Leuchtturm fahren sollen oder ob wir die Route du sel in die Salinen fahren sollen. Wir entscheiden uns für die Route du sel. Es ist eine leichte Schotterpiste, die nur für Anwohner geöffnet ist. Sie führt ziemlich lange an einem grossen Etang entlang mit herrlichem Blick auf die Lagune. Wir sehen wieder Flamingos, aber auch Pferde, Bullen, Vögel und einfach schöne Natur. Die Strecke ist jetzt nicht wirklich spektakulär, aber wir sind fast alleine unterwegs und so können wir einfach die Sonne geniessen und dem Vogelgezwitscher zuhören.

Und so geht dann ein schöner Tag in der Camargue zu Ende - unser letzter Tag in der Camargue. Wir haben die Tage hier genossen, müssen aber nicht zwingend nochmals herkommen. Und wir freuen uns schon auf die Tage in Séte und Umgebung.

Darauf gibt es auf jeden Fall erst einmal einen Apérol. Prost.

Mittwoch, 25.03.2026 - Marseillan Plage I


Heute geht´s weiter. Und das ist dann auch gut so. Wir haben nur 1 Stunde Fahrt vor uns und wir müssen einkaufen gehen. Also lassen wir uns Zeit und trödeln noch etwas rum.

Wenn man von Nimes her in die Camargue fährt, dann hat es am Kreisverkehr bei Aigues-Mortes einen grossen Intermarché. Dort wollen wir hin.

Zum Glück haben wir wirklich Großeinkauf gemacht, weil vor Ort hat einfach gar nichts aufgehabt. Da hätten wir echt dumm aus der Wäsche geschaut. Und dann fahren wir über die Nationalstrasse in Richtung Séte. Das zieht sich ganz schön. Dann erreichen wir endlich Séte. Hm, die Strassen sind eng, der malerische Hafen sieht jetzt auch eher heruntergekommen aus und das war gross als Radweg bezeichnet wurde, ist eher ein kleiner Alibi-Randstreifen für Fahrradfahrer, die aber nicht sehr vertrauenswürdig aussehen. Na ja, schauen wir mal. Da sind wir ja erst in ein paar Tagen. Das war halt einfach der 1. Eindruck vom Camper aus.

Wir fahren dann noch die Dünenstrasse entlang und dann sind wir auch schon da. Wir haben einen Platz auf dem "Camping de la plage" und bekommen - wie angefragt - einen Platz in der 1. Reihe. Meerblick! Super.

Wir suchen uns ein relativ windgeschützes Plätzchen vor dem Camper und trinken unseren obligatorischen Apérol. Doch es ist einfach zu kalt, zum Draussensitzen. Schade.

Während Hansi Augenpflege betreibt, gehe ich kurz zum Strand runter. Wie gesagt: Die Sonne scheint, doch es stürmt richtig heftig. Laut Wetterapp Windstärken von 70 bis 100 km/h. 


Donnerstag, 26.03.2026 - Marseillan Plage II


Baguette gibt es beim Bäcker/Pizzeria/Snackladen im Ort. Das scheint auch der einzige Laden zu sein, der geöffnet hat. Na ja, es ist ja auch noch früh am Tag. Mal schauen, wie es mittags aussieht.

Der Sturm ist eher noch heftiger geworden. Also heisst es drinnen frühstücken und drinnen bleiben. Es stürmt so heftig, dass sogar der Tisch, der flach auf dem Boden liegt, weggeweht wird.

Ich schlendere ein bisschen durch den leeren Ort - auch mittags haben nicht mehr Läden geöffnet - und am nachmittag ziehen wir uns warm an und laufen ein Stück am Strand entlang. Das ist hier natürlich echt toll: Kilometerlanger feiner Sandstrand. Und ein Campingplatz mit Strandzugang am anderen - alle noch geschlossen, aber man sieht schon, dass hier demnnächst die Saison losgeht. Und wir wollen natürlich gar nicht wissen, was hier abgeht in der Saison.

Die Promenade ist sehr schön gemacht und am Hafen haben dann auch ein paar Geschäfte und Restaurants mehr geöffnet. Wir sind dann aber ganz froh, als wir wieder im warmen und kuscheligen Camper sind.

Freitag, 27.03.2026 - Sète I


Eigentlich wollten wir über den Radweg, in den Dünen am Meer entlang nach Séte fahren. Doch auch heute stürmt es und da macht Radfahren so gar keinen Spass. Bereits gestern habe ich eine Busverbindung von hier nach Sète herausgesucht (so alle 2 Stunden fährt ein Bus) und zum Glück noch mit den Nachbarn geredet - der Bus kommt zwar regelmässig vorbei, doch muss man sich vorher angemeldet haben dafür. Das habe ich nämlich überlesen.

Kurz nach 11 Uhr fährt unser Bus nach Séte. Als erstes gehen wir in die Markthalle. Wie immer in Frankreich duftet es hier verführerisch nach allen möglichen Leckereien. Es gibt auch ein paar - gute - Essstände. Aber wir haben einfach keinen Hunger. Also gehen wir weiter. Wir laufen noch ein bisschen am Kanal entlang, weil wir auf einen Bus warten, der uns zum Mont Saint Clair - einem Aussichtspunkt - bringen soll. Zum Glück habe ich mir das alles im Vorfeld schon mal angeschaut, so dass wir die Busrouten ein bisschen im Kopf haben. Die Aussicht ist toll, doch es bleibt einfach stürmisch und so suchen wir uns ein sonniges und windstilles Plätzchen, um auf den Bus zu warten, der uns in die Innenstadt zurückbringt. Wir wollen jetzt noch ein bisschen am Hafen entlangschlendern, dort wo in ein paar Tagen die Escale à Sète stattfinden wird.

Wir haben inzwischen auch schon mitbekommen, dass wir nur deshalb Karten brauchen, um auf die grossen Segler von innen anzuschauen. Ansonsten ist es halt einfach ein Spektakel mit Tanz, Musik, Essen und weiteren Veranstaltungen.

Der Hafen sieht trist aus, die Handwerker sind am Aufbauen und der Quai, wo die grossen Schiffe stehen ist abgesperrt. Mit viel Glück erhaschen wir einen Blick auf ein oder zwei Schiffe. Hm........


Freitag, 27.03.2026 - Sète II


Wir laufen zurück zum Kanal und gehen leider ins erstbeste Restaurant, um Moules Frites zu essen und uns etwas aufzuwärmen.

Man hört es vielleicht raus: Wir sind frustriert. Der Sturm nervt, weil man einfach nichts machen kann. Und laut Wetterprognose hält er auch die nächste Woche noch an. Sète gefällt uns überhaupt nicht. Wir haben uns im Vorfeld auf ein schnuckeliges kleines und lebendiges Städtchen gefreut mit einer schönen Promenade, einem idyllischen Hafen und schönen kleinen Gässchen. Ok, am Kanal hier sieht es nett aus und es gibt auch eine kleine schöne Promenade. Doch der Hafen ist einfach nur schmutzig und heruntergekommen, die Busse und Autos schieben sich durch die engen Strassen und so wirklich idyllisch sind die Gässchen hier auch nicht. Was sollen wir nur 5 Tage hier noch machen? Und irgendwie ist uns die Lust auf die Escale auch ein bisschen abhanden gekommen.

Wie sieht es weiter im Süden mit dem Wetter aus? Stürmisch. Im Landesinneren? Stürmisch. Hoch Richtung Lyon? Noch schlimmer - da kommt noch der frostige Mistral dazu. Hyères? Das gleiche - stürmisch. Aber halt: Nizza - da scheint die Sonne und es windet nur leicht (leicht, heisst nur so 20 bis 35 km/h). Hm. Nizza? Soll ich mal auf unserem Campingplatz anfragen, auf dem wir an Weihnachten waren? Au ja! Die Stimmung steigt. Erst einmal erreiche ich niemanden. Dann schreibe ich halt mal auf die schnelle eine Mail und versuche weiterhin telefonisch durchzukommen. Mit Erfolg. Aber: Ausgebucht! Die Stimmung sinkt. Ich suche schon panisch nach Alternativen. Und dann kommt eine Mail: Ja, es gibt noch einen freien Platz ab morgen - leider nur Platz Nummer 45. Yuhuuuu! Wir nehmen alles. Nur weg hier, ab in die Sonne.

Wir schlagen noch die Zeit rum, bis der Bus für die Rückfahrt kommt und freuen uns riesig auf die nächste Woche. Wir können es noch gar nicht glauben, dass es wieder an die Cote d'Azur geht.

Wir räumen am Abend schon das Gröbste zusammen, damit wir morgen früh rasch loskommen und ich gehe nochmals kurz an den Strand.

Samstag, 28.03.2026 - Villeneuve-Loubet


Wir können es immer noch nicht glauben. Wir fahren heute tatsächlich weiter. Der Sturm hält weiterhin an und an der Cote sieht das Wetter einfach fantastisch aus. Alles richtig gemacht.

Ich gehe duschen, hole Baguette und melde uns ab. An der Rezeption ist man nicht wirklich begeistert, dass wir heute schon abfahren (gebucht war bis Sonntag), aber die Dame verlangt nur die Gebühr bis heute. Das ist nett - ich hätte aber auch den gebuchten weiteren Tag bezahlt.

Und dann heisst es wieder: En route. Den Platz merken wir uns auf jeden Fall. Die Gegend, der Platz hier, alles wunderschön. Nur halt vielleicht 1 Monat später, wenn das Wetter besser ist und auch mehr los ist hier im Ort.

Wir sind zeitig losgekommen, weil wir vier Stunden Fahrt vor uns haben. Die Autobahn ist leer und wir kommen gut voran. Wir gehen noch "schnell" zum Intermarché zum Einkaufen - ist das toll, wenn man sich schon ein bisschen auskennt - und dann fahren wir auch schon zum Campingplatz weiter. Wir werden freundlich begrüsst, man entschuldigt sich nochmals für den Platz und dann sind wir da.

Es fühlt sich irgendwie wie Heimkommen an. Der Platz ist super und echt gross und im Null komma Nichts haben wir unseren kleinen feinen Apéro vorbereitet. Ist das schön: Wir können draussen sitzen, die Sonne geniessen und es geht kein Wind. Das fühlt sich so gut an - wir haben alles richtig gemacht. Und wir freuen uns so auf die nächsten Tage.



Sonntag, 29.03.2026 - Antibes


Heute schlafen wir aus. Ich gehe dann über die Strasse in das Spa-Sanitärhaus und anschliessend mache ich mich in bester Laune auf den Weg zur Boulangerie. Natürlich gibt es Baguette - Kauf 3 bekomme 4 - und bei den kleinen Croissants und Brioches kann ich einfach nicht nein sagen.

Und dann gibt es Frühstück - in der Sonne im T-Shirt. So stellen wir uns Urlaub vor. Selbst Hansi krabbelt früh aus dem Bett. Wir geniessen das so.

Hansi will heute nichts machen, also schnappe ich mir mein Bike und mache mich auf den Weg nach Antibes. An Weihnachten war die Uferstrasse ja wegen Überflutung und den gefährlichen hohen Wellen gesperrt. Es ist Sonntag, die Sonne scheint und gefühlt ist alles unterwegs: Biker, Skater, Jogger, Spaziergänger, EScooter,..... . Aber es macht - trotz einem leichten Wind - Spass am Meer entlang zu fahren.

Ich fahre am Hafen entlang und bin ganz fasziniert von den vielen kleinen und grossen Booten. Und wer läuft mir schon wieder über den Weg: Vaubin - Der Hafen ist nach ihm benannt, weil er den antiken Hafen vertieft und erweitert hat, um ihn für größere Schiffe nutzbar zu machen. Dies legte den Grundstein für den heutigen Yachthafen. Wow.

Dann gehe ich weiter auf die Stadtmauer,  bei der Vaubin auch seine Finger im Spiel hatte. Er überarbeitete die Befestigungsanlagen der mittelalterlichen Altstadt, passte die Ringmauer an moderne militärische Standards an und senkte die Mauern ab, um sie widerstandsfähiger zu machen. Und zum Schluss schlendere ich noch durch die Gässchen der Altstadt durch Antibes. Für den Markt war ich leider zu spät dran, aber ich bin so geflasht von diesem Städtchen, dass ich unbedingt nochmals mit Hansi herkommen möchte. Und schliesslich gibt es da ja auch noch die Burg, die ich heute links liegen lasse.

Der Rückweg ist wirklich beeindruckend: Ständig hat man die schneebedeckten Gipfel der Seealpen und die markanten Hochhäuser von Villeneuve-Loubet im Blick. Von hier aus wirken sie fast wie ein natürlicher Teil der Kulisse und fügen sich erstaunlich harmonisch ins Gesamtbild ein.

Was für ein schöner Ausflug das war.


Montag, 30.03.2026 - Heute wird gechillt


Heute wird gechillt. Wir frühstücken stundenlang, dann geniessen wir die Sonne, ich kümmere mich um die Wäsche, wir gehen eine grosse Kleinigkeit einkaufen, wir können von der Sonne nicht genug bekommen.

Natürlich gibt es Apérol und am Abend wird dann gegrillt. Wir haben da ein Riesen-Kalbskotelett im Supermarkt entdeckt und das wird heute auf Skotti gegrillt.

Was für ein schöner Lümmel-Urlaubstag.

Und für den Platz muss sich die Rezeption ganz sicher nicht entschuldigen. Uns gefällt es hier einfach immer besser und haben schon eine Idee für den kommenden Winter. Warum nicht 2 Wochen hier fest verbringen und dann ein Mietauto dazunehmen? So kann man die ganzen kleinen Dörfchen im Hinterland besuchen. Mal schauen - bis dahin ist es ja noch eine Weile.

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Dienstag, 31.03.2026 - Saint-Paul-de-Vence


Unser heutiges Ausflugsziel wollten wir eigentlich schon im Winter machen, haben es aber nicht geschafft. Wir fahren mit dem Bike nach Saint-Paul-de-Vence - einer der schönsten Dörfer Südfrankreichs . Erst geht es auf der schönen Promenade bis nach Cagnes-sur-mer. Dort müssen wir dann ins Hinterland abbiegen. Es gibt einen "Radweg", doch man muss schon ganz genau wissen, wie der verläuft und wo man wie abbiegen muss. Sprich: Wir verfahren uns oft und es hat viel Verkehr. Das nervt. Erst als wir dann auf der "Landstrasse" sind, fährt es sich besser. Zum Schluss geht es durch ein ruhiges Wohngebiet bis kurz vor den Ort. Dann wird es wieder chaotisch: Einbahnstrassen, Parkplatzsuchverkehr, Touristen. Im Winter haben wir mal kurz überlegt, mit dem Camper herzufahren. Zum Glück haben wir das nicht gemacht - viel zu eng und unübersichtlich.

Doch dann sind wir endlich da, finden ein sicheres Plätzchen, um die Bikes abzuschliessen und dann erkunden wir den Ort.

Am Bouleplatz, auf dem sowohl Anfängerkurse als auch Wettbewerbe stattfinden, gibt es ein Restaurant, das dazu einlädt, hier in Bierchen zu trinken und dem Treiben zuzuschauen.  Dann kommt man durch einen Torbogen in das mittelalterliche Städtchen, das von einer Befestigungsanlage umgeben ist. Es ist ein Dorf der Künstler und Kunsthandwerker, was man an jeder Ecke bemerkt. Viele Galerien und Shops laden zum Stöbern und Kaufen ein. Einer der bekanntesten Künstler, die hier gelebt haben, ist sicher Marc Chagall.

Wir schlendern durch die Gässchen, könnten uns sogar vorstellen, das ein oder andere Kunstwerk in einer der unzähligen Galerien bei uns aufzustellen - wenn wir denn Platz hätten - und geniessen dieses schöne Örtchen. Und wir sind erstaunt, wie schön es hier ist und was für eine tolle Atmosphäre der Ort verströmt. Befürchtet haben wir nämlich einen trubeligen Touristenort, der sonst nichts zu bieten hat.

Schön hier. Eigentlich wollten wir ja noch zur Fondation Maeght, einem bekannten Kunstmuseum mit einer bedeutenden Sammlung moderner Gemälde. Aber für heute haben wir genug Trubel gehabt.

Wir fahren also wieder zurück und die Idee, hier länger zu bleiben und dann mit dem Mietwagen herumzufahren nimmt immer mehr Form an. 


Dienstag, 31.03.2026 - Planänderung


Als wir dann am Platz zurück sind, kommt eine WhatsApp von Sabine: "Wo seid ihr", "Wie fahrt ihr zurück", "Wann fahrt ihr zurück",...... . Nach einigem Hin und Her haben wir dann endlich telefoniert. Sie ist am Samstag in Gérardmer in den Vogesen und man könnte sich dann ja irgendwo im Elsass treffen. Hm.... .

Eigentlich war ja geplant, über Lyon, Seurre und Seltz zurückzufahren. Lyon ist gebucht, bis ins Elsass - die Ecke um Colmar - könnten wir in einer Fahretappe schaffen, dann hätten wir einen gemeinsamen Tag dort. Kurz noch mit Hansi besprochen und dann gings los.

An Ostern soll endlich mal wieder die Sonne scheinen, somit sind die Plätze alle ausgebucht. Wir recherchieren und recherchieren, schreiben mails, bekommen, Absagen und fangen wieder von vorne an zu suchen.

Sabine war noch nie in Colmar, aber alle reservierbaren Plätze sind belegt. Fessenheim und andere Stellplätze sind auch schon belegt.

Am Mittwoch schreibe ich weitere Plätze an und bekomme auch dort nur Absagen. Ist das mühsam. Und dann am Donnerstag früh habe ich DIE Idee: Camping Vaubain - da ist er wieder - in Neuf-Brisach. Da waren wir ja letztes Jahr an Ostern. Und voilà - zwei Plätze gebucht für einen Spottpreis. Wir freuen uns wie die Schneekönige und so ist unser Osterwochenende gemeinsam mit Sabine gerettet.


Mittwoch, 01.04.2026 - Antibes


Wir wollen es heute es gemütlicher angehen lassen, aber trotzdem etwas unternehmen. Ich will Hansi unbedingt noch Antibes zeigen. Also fahren wir am nachmittag nochmals hin. Als erstes geht es hoch zur Burg - Le Fort carré.


Das Fort Carré bietet einen tollen Panoramablick auf Antibes, seinen Hafen und die gesamte Baie des Anges. Diese ehemalige militärische Festung aus dem 16. Jahrhundert ist eines der frühesten Beispiele für eine Bastionenbefestigung in Frankreich. Das Fort Carré wurde Mitte des 16. Jahrhunderts auf Beschluss des französischen Königs Heinrich II. errichtet, um die nahe gelegene Grenze des Departements Var zu überwachen. Ende des 17. Jahrhunderts hat Vauban mehrere Projekte vorgeschlagen, um das Fort zu verbessern - umgesetzt wurde aber nichts.


Wir geniessen die Aussicht und der Funke springt auch auf Hansi über. Er ist total begeistert von diesem Örtchen.

Wir fahren dann auch wieder am Hafen entlang, dieses Mal haben es uns die Luxusliner angetan. Was für ein Luxus. Für den Markt sind wir leider auch wieder zu spät dran, doch das ist doch einfach ein Grund nochmals herzukommen.

Obwohl Antibes natürlich auch hauptsächlich vom Tourismus lebt, ist hier mal wieder der Funke übergesprungen, so wie im Winter in Sanary-sur-mer. Séte dagegen hat uns einfach nicht gefallen.

Wir radeln dann gemütlich zurück, geniessen wieder einmal den tollen Blick in Richtung Nizza und sind immer noch froh, dass wir hergefahren sind.

Für mich wird dann der nachmittag wieder etwas "stressig" - schliesslich bin ich immer noch auf der Suche nach einem freien Plätzchen für Ostern.


Donnerstag, 02.04.2026 - Promenade


Unser letzter Tag hier an der Cote d'Azur. Wir überlegen kurz, ob wir nochmals Richtung Nizza fahren sollen, entschliessen uns dann aber für einen letzten faulen Tag hier.

Mittags zieht es mich nochmals zur Promenade, die bei Sonne und ohne Wind nochmals ganz anders wirkt. Ja, es ist schön hier - in der Nebensaison - und wir haben die Tage echt genossen. Hier sind die Geschäfte und Restaurants ttatsächlich das ganze Jahr über geöffnet, die Promenade lädt zum Schlendern ein, der Hafen ist nicht ganz so gross wie in Antibes und uns gefällt die Ecke tatsächlich iimmer besser.

Wir geniessen den nachmittag in der Sonne, es gibt nochmals einen Apéro und wir räumen das Nötigste schon mal zusammen, weil morgen früh heisst es Abschied nehmen. Schade - hier könnten wir noch länger bleiben




Freitag, 03.04.2026 - Fahrt nach Lyon


Seit 2 Wochen nun ist uns Tinas Tramperpäckchen im Weg. Heute dürfen wir es endlich aufmachen. Champagner! Wie lieb ist das denn? Und dann kommen wir tatsächlich recht früh los. Wir gehen nochmals einkaufen - hier in Südfrankreich ist Karfreitag ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag. Und dann heisst es "En route". Wir rechnen heute mit 5 - 6 Stunden Fahrzeit bis nach Lyon. Doch da müssen wir heute einfach durch. Tatsächlich kommen wir auch gut voran.

Seit ein paar Tagen kursieren Gerüchte über Treibstoffknappheit in Frankreich wegen dem Iran-Krieg und der Blockade der Strasse von Hormus. Tatsächlich ist es aber so, dass die Tankstellen von TotalEnergies Diesel Frankreichweit für 2,09 € anbieten. Auch an den Autobahntankstellen. Das ist natürlich unschlagbar günstig. Folglich versuchen natürlich alle dort zu tanken. Es kommt somit zu Wartezeiten und wir hatten auch eine Tankstelle, die das Tanken limitiert hat. Von einer Knappheit konnte aber keine Rede sein.

Wir kommen gut durch und erreichen - bei Regen - unseren Campingplatz "Camping les Barolles". Den haben wir vorreserviert und das war auch gut so. Ausgebucht.

Wir vespern mal wieder französisch und sind etwas traurig, dass der Urlaub bald zu Ende geht. Aber: Wir freuen uns morgen auch auf das Treffen mit Sabine im Elsass.


Samstag, 04.04.2026 - Elsass wir kommen


Auch heute haben wir einen langen Fahrtag vor uns. Das ist der Preis für den Aufenthalt im Elsass. Auch dieses Mal kommen wir richtig gut durch Lyon durch - so machen wir das jetzt immer. Also bei der Hinfahrt "Camping de Lyon" und bei der Rückfahrt dann "Camping des Barolles" und die Autobahn durchs Jura ist ja eh immer frei. Sabine musste gar nicht in die Vogesen fahren und war dann schon recht früh auf dem Platz und hat uns dann instruiert.

Endlich sind auch wir da. Die Begrüssung ist herzlich und es gibt dann erst einmal ein Willkommens-Bier und später dann Crémant. Wir haben viel zu erzählen und so vergeht die Zeit wie im Fluge.

Am Abend gibt es dann Gambas à la Hansi und wir sitzen noch ewig zusammen und geniessen die gemeinsame Zeit.

Was für eine tolle Idee, sich hier zu treffen. Auch wenn es gar nicht so einfach war, einen Platz zu finden.


Sonntag, 05.04.2026 - Am Canal de Colmar


Uff, das war gestern etwas viel - arg viel - Alkohol. Uns geht es nicht so wirklich gut. Wir schlafen erst einmal aus, dann fahre ich nach Neuf-Brisach, um nach Baguette zu schauen. Die Boulangerie hat zu, im Spar bekomme ich dann ein Baguette, das den Namen eigentlich nicht verdient. Dann gehe ich noch zur anderen Boulangerie - die hat offen, aber kein Baguette mehr. Ich nehme Croissants und Erdbeertörtchen mit und bestelle Baguette für morgen früh.

So langsam kommt auch Sabine angekrochen. Auch sie hatte gestern etwas viel getrunken. So frühstücken wir erst einmal in aller Ruhe, geniessen die Sonne und lassen es uns gut gehen.

Auch wenn es uns nicht so wirklich gut geht, fahren Sabine (mit Hansis Bike) und ich noch los. Am Canal de Colmar entlang. Den sind wir ja schon einmal gefahren, doch ist er einfach immer wieder schön. Auch dieses Mal finden wir nicht den richtigen Einstieg, geniessen die Fahrt aber trotzdem. Als wir dann zum Abzweig Richtung Colmar kommen, überlegen wir kurz, doch wir müssten ja wieder zurück. Also sind wir vernünftig, folgen noch ein bisschen dem Canal und drehen dann wieder um.

Am Campingplatz gibt es dann Erdbeertörtchen zur Belohnung und Sabine und ich spielen eine Runde Backgammon. So geht auch dieser nachmittag schnell vorüber.

Abends machen wir dann Vesper à la francaise - oder französische Tapas, wie es Sabine so schön gesagt hat. Getrunken wird heute nicht ganz so viel und wir gehen auch recht früh ins Bett. Morgen müssen wir ja noch heim fahren.

Montag, 06.04.2026 - Es geht Richtung Heimat


Wir schlafen aus, schliesslich habe ich ja das "gute" Baguette vorbestellt. Dazu nehme ich noch Pain au chocolat und Croissants mit. Unser letztes Frühstück in Frankreich. Wir haben keine Eile, so lassen wir es gemütlich angehen. Bevor wir losfahren, räumen wir noch ein bisschen im Camper auf und putzen das Nötigste.

Und dann heisst es "en route". Wir machen "Partnertausch". Heisst. Ich fahre bei Sabine mit und Hansi folgt uns. Warum? Sabine fühlt sich in Frankreich immer etwas unsicher und wir wollen auf der französischen Seite ganz relaxed fahren. Das war es dann auch. Gewechselt wird auf dem Stellplatz in Rheinmünster. Und dann passiert es: Hansi wendet, fährt ins Gebüsch und der Biketräger bekommt eine heftige Delle. Oh je. Ist nicht weiter schlimm, weil es das Teil zum Nachkaufen gibt, ist aber ärgerlich.

Wir verabschieden uns schon einmal voneinander, auch wenn wir noch bis hinter Pforzheim in Kolonne fahren und sind froh, dass wir den Zwischenstopp gemeinsam eingelegt haben.



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Fazit


Die etwas chaotische Planung hat sich dann eigentlich auch auf den ganzen Urlaub ausgewirkt. Wir hatten ja in der Camargue noch eine Rechnung offen - haben wir jetzt erledigt. Die Camargue ist schön, wunderschön. Aber die Stechmücken sind wirklich nervig und der Campingplatz ist halt nicht wirklich schön. Es gibt noch einen anderen Platz - auch direkt am Strand - aber ziemlich abseits und der macht auch erst viel später auf.

Die Gegend um Séte werden wir auf jeden Fall nochmals anfahren. Der Campingplatz in Marseillan Plage hat uns sehr gut gefallen und wenn man zwei oder drei Wochen später fährt, sind die ersten Geschäfte auch schon geöffnet, aber noch immer Nebensaison. In der Hochsaison ist das hier Partymeile pur. Mal schauen, wann es bei uns mal wieder reinpasst.

Dass wir dann einfach weiter gefahren sind und tatsächlich noch einen Platz bekommen haben, war ein Glücksfall. Dadurch dass wir die Umgebung schon kannten, musste ich nicht lange recherchieren, ob das passt, sondern konnte gleich eine Anfrage stellen. Und wir haben es dann tatsächlich genossen, dass wir uns schon ausgekannt haben.